Sportbekleidung richtig waschen und trocknen

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Sportbekleidung ist in den meisten Fällen nach einem Mal tragen nicht mehr nutzbar. Schweiß, aber auch Schmutz und Dreck hängen in den Fasern und machen die Bekleidung nicht mehr tragbar. Aber wie lässt sich gute Sportbekleidung korrekt waschen und trocknen? Müssen Sportler irgendwas gesondert beachten oder reicht es, die Bekleidung direkt mit der üblichen Kleidung in die Maschine und den Trockner zu geben?

Abbildung 1: Wie lässt sich Sportkleidung richtig waschen? Bildquelle: @ https://pixabay.com/de/users/bierfritze-1416470/

Pflegehinweise lesen

Wie Sportbekleidung wirklich gewaschen werden muss, hängt ganz von den Pflegehinweisen ab. Diese sollten unbedingt immer gelesen werden – auch vor deren Entfernung. Wer sich unsicher ist, weil die Pflegehinweise gleich nach dem Kauf aufgrund von kratzigen Schildchen entfernt wurden, kann sich an folgende Optionen halten:

  • Funktionswäsche – die Kunststoffe sind recht empfindlich, sodass hohe Temperaturen negativ sind. Sinnvoll ist es, diese Wäsche bei höchstens vierzig Grad zu waschen.
  • Sport-BHs – die in ihnen befindlichen Polster sind recht empfindlich. Die Nutzung eines Wäschenetzes schützt die Materialien. Auch hier gilt, dass vierzig Grad die Höchstgrenze sind. Tipp: Statt Wäschenetz kann auch ein Obstnetz aus dem Supermarkt genommen werden.
  • Waschmittel – Color-, Fein- und Spezialwaschmittel eignen sich. Vollwaschmittel enthalten stets Bleiche, die die Kleidung ausfärben könnten. Nach dem Sport – direkt nach dem Sport, beispielsweise dem Joggen, reicht es oft, die Kleidung einfach mit unter die Dusche zu nehmen. Mit viel Wasser und Duschgel lässt sich der aufgefangene Schweiß mühelos auswaschen.

Viele Menschen nutzen keine Funktionswäsche, sondern verwenden abgelegte Shirts oder Tops zum Sport. Auch hier gilt die Handhabe, dass der Pflegehinweis entscheidet.

Im Sommer ist es noch einfach, die Wäsche zu trocknen. Nach dem Auswaschen reichen schon wenige Stunden in der Sonne und die Wäsche ist trocken. In den winterlichen Monaten sieht das natürlich ganz anders aus. Aber wie verträgt Sportbekleidung den Trockner?

  • Hinweis – es gibt Sportbekleidungen, die laut Hersteller nicht in den Trockner können. Jeder kann natürlich für sich entscheiden, ob er den Versuch wagt. So etliche Funktionsshirts- und Hosen überstehen den Trockner – auf eigene Gefahr – problemlos.
  • Programme – das Trocknerprogramm sollte wenigstens eine niedrige Temperatur aufweisen. Programme für Feinwäsche oder empfindliche Stoffe eignen sich durchaus. Hier kommt es jedoch auch auf die Möglichkeiten an, die der eigene Trockner zu bieten hat.
  • Schutz – wer die Bekleidung noch stärker schützen möchte, der gibt sie in ein Wäsche- oder Obstnetz, oder auch in einen Kissenbezug. So werden die Fasern durch die zusätzliche Stofflage geschützt.

Eine allgemeine Maßgabe gibt es natürlich nicht. Gut ist, wenn Sportkleidung immer direkt nach dem Sport sorgfältig ausgespült sind, sodass Schweiß überhaupt keine Bakterien bilden kann. Hohe Temperaturen sind bei fast allen Stücken weniger geeignet, doch können etwaige Bakterien notfalls mit Essig beseitigt werden, wenn kein Hygienespüler genutzt wird.

Was tun gegen besondere Flecken?

Fußballer kennen es, aber auch Läufer. Irgendwann rutscht ein Fuß weg und der Lauf endet auf dem Hosenboden. In Wäldern, auf dem Rasen oder gar auf dem Ascheplatz zeichnen sich nun nicht allein Spuren am Körper ab, sondern auch an der Kleidung. Doch wie lassen sich solche Spuren aus heller Sportbekleidung herauswaschen?

  • Blut – sobald Asche, Asphalt oder steinige Wege unliebsam näher kennengelernt werden, sind Blutspuren in der Kleidung ein lästiges Thema. Hier gilt: Immer mit kaltem Wasser ausspülen. Als Hausmittel eignen sich im Anschluss Backpulver und/oder Essig. Auch Fleckensalz kann helfen, allerdings nur, wenn der Fleck vorgereinigt wurde.
  • Gras – Gras wie auf dem Fußballfeld lässt sich schwer aus Kleidung entfernen. Tatsächlich bietet es sich an, den Flecken zuerst mit Kernseife zu behandeln und so gut, wie es geht, auszureiben. Nun kann die Kernseife erneut auf den Fleck gegeben werden, alternativ hilft Fleckensalz. Den Rest schafft, hoffentlich, die Maschine.
  • Asche – Asche lässt sich zwar nur schwer aus den offenen Beinen, dafür recht leicht aus der Bekleidung entfernen. Wasser mit Kernseife reicht oft schon.

Bei vielen Flecken spielt die Geschwindigkeit eine tragende Rolle. Trocknen Flecken erst einmal ein, so ist die Entfernung schwer. Oft kann nun nur noch mit einer sorgfältigen Vorarbeit für Sauberkeit gesorgt werden.

Vorsicht ist bei Essig, auch Backpulver und dunklen Stoffen geboten. Beide Mittel wirken ausbleichend. Die schwarze Sporthose kann also nach der Behandlung einen deutlich helleren Flecken aufweisen. Bei hellen Stoffen ist das natürlich kein Problem.

Weitere Tipps

Freizeitsportler können ihre Sportbekleidung meist frei wählen. Gehören sie keinem Verein an, so spielen selbst die Farben keine Rolle. Daher gilt:

  • Schlechtes Wetter – im Herbst und Winter sollte die Bein- und Oberbekleidung möglichst dunkel sein. Die Gefahr, auf nassem Laub auszurutschen, ist einfach zu gefährlich. Tipp für Frauen: Wer nur neonfarbene Kleidung findet, der sollte bei den Herren nachschauen.
  • Sommer – im Sommer sind auch helle Kleidungsstücke für den Outdoorsport sinnvoll. Sie lassen sich auch das ganze Jahr über im Studio tragen. Der Vorteil bei diesen Stücken ist, dass auch Fleckenmittel, Backpulver und Essig genutzt werden kann, da das Ausbleichen kaum möglich ist.
  • Überjacken – bei speziellen Jacken ist immer Vorsicht geboten. Imprägnierte Jacken dürfen nicht einfach gewaschen werden, oft ist gar die Reinigung vorgesehen. Zudem müssen die Stücke wieder neu imprägniert werden.

Ein Dauerthema bei vielen Outdoorsportlern sind die Socken. Reiter und Läufer kennen das Problem, dass die Fußbekleidung selten sauber bleibt. Das Phänomen: Selbst in dichten Schuhen werden weiße Socken schwarz. Hier hilft nur, auf möglichst simple Socken zu setzen und diese schlichtweg auszukochen. Sie werden auch auf diese Weise mit der Zeit nicht mehr farblich sauber, doch sind sie rein. Dunkle Socken helfen diesem Problem natürlich auf die Sprünge, denn die unerklärlichen Flecken sind nach der Wäsche nicht mehr sichtbar.

Fazit – korrekte Wäsche ist wichtig!

Gerade bei Funktionsbekleidung ist die korrekte Wäsche wichtig, denn die Leistung der Kleidung kann sonst leiden. Das gilt natürlich auch für die Trocknung. Wer einen Trockner besitzt, der sollte schon beim Kauf auf die Eignung achten. Besondere Flecken lassen sich mit Hausmitteln und Fleckensalz oft gut beheben. Allerdings gibt es auch Kleidungsstücke, die daheim gar nicht gereinigt werden können. Spezielle Jacken benötigen die Reinigung. Das leidige Thema der verfärbten Socken lässt sich hingegen nicht lösen. Hier hilft nur: Dunkle Varianten wählen, heiß waschen und nach einer Saison entsorgen.

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