Hobbys für Fußballfans: So lässt sich die schönste Nebensache der Welt erweitern

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ein Fan verlässt das Stadion nicht, um ein ›normales Leben‹ zu führen, sondern er nimmt den Fußball mit nach Hause. Auch ist der Fußball kein gewöhnliches Hobby. Der Verein wird nicht neben den Tennisschläger in die Ecke gestellt und irgendwann wieder abgestaubt und genutzt. Das Fanherz schlägt ständig im Takt des Klubgründungsjahres und das Blut hat ohnehin Vereinsfarben. Einige Möglichkeiten können das Fandasein jedoch noch schöner gestalten und die Liebe zum Club verstärken. Hobbys für Fußballfans sind das Mittel der Wahl.

Abbildung 1: Was tun, wenn gerade kein Spiel ist? Fußball-Fans können ihre Leidenschaft auch anderweitig ausleben. Bildquelle: @ Sandro Schuh / Unsplash.com

Leidenschaftliches Sammelsurium

So manch ein Fan lebt seinen Verein mit allen Zellen des eigenen Seins. Diese Leidenschaft kann sich vielseitig ausprägen, letztendlich ist sie aber immer unheimlich interessant. Welcher Fan kennt all die Gerüchte, Mythen und Sagen rund um den eigenen Club? Nein, die Rede ist nicht von den Geschichten, die quasi jährlich wieder aus dem Keller geholt werden, sondern von den besonderen Dingen. Und aus ihnen können sich wunderbare Hobbys entwickeln:

– Eigene Chronik – wie wäre es damit, eine eigene Variation der Vereinschronik zu erstellen? Ganz für sich, natürlich auch mit den richtigen Daten bestückt, doch zugleich mit besonderen Geschichten? Mit diesen Geschichten, wie die vom Stürmer, der grundsätzlich drei Mal gegen die Seitenscheibe seines Autos klopft, bevor er auf das Trainingsgelände kommt?

– Statistiken – auch hier gibt es medial quasi jeden Schritt der Spieler in Zahlen niedergelegt, doch es macht Spaß, seine eigene Statistik zu führen. Einen positiven

Nebeneffekt hat diese Mühe auch noch, denn bei Wetten oder in der Fankurve kann ein so perfekt vereinsgebildeter Fan direkt die Wahrscheinlichkeiten ausrechnen, ob der Freistoß versemmelt wird oder nicht. Warum? Nun, wer seine Statistik kennt, der weiß, dass Spieler X am Samstag um 17:11 Uhr noch nie einen Freistoß verwandelt hat, wenn der Ball in eben dieser Position liegt.

Auch das Sammeln alter Vereinsutensilien macht Spaß. Dank des Internets ist es noch relativ leicht, an viele Trikots, Aschenbecher oder Biergläser des Clubs aus vergangenen Zeiten zu kommen.

Fansein ist ein Mannschaftssport

Und das bedeutet, dass man sich als Fan auch mit anderen zusammenschließen kann. Viele Anhänger haben das ohnehin schon getan und pflegen eine mehr oder weniger lockere Fangemeinschaft. Aber warum nicht einen Schritt weitergehen?

– Anschluss – sicherlich ist es nicht unbedingt einfach, sich zu alteingesessenen und gewachsenen Fanclubs dazuzugesellen. Möglich ist das jedoch schon. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass die anerkannten Fanclubs von ihren Mitgliedern Leistung sehen wollen. Aktionen müssen geplant werden, hin und wieder werden Räume im Tierheim gestrichen und es herrscht nicht selten eine Anwesenheitspflicht oder die Maßgabe, wie häufig zu Spielen gefahren werden muss.

– Eigener Fanclub – hier gibt es zwei Optionen. Entweder, man versucht, einen eigenen Fanclub zu gründen und diesen offiziell anerkennen zu lassen. Je nach Verein und aktiver Fanszene ist das nicht allzu einfach. Doch es kann sich auch jede Freundesgruppe zusammenschließen und einen inoffiziellen Fanclub bilden. Bei dieser Version muss nur ein wenig darauf geachtet werden, sich nicht in den Vordergrund zu stellen.

Doch auch eine lose Gruppe Freunde kann ohne Probleme eine Fangemeinschaft bilden. Letztendlich geht es nur darum, den Fußball gemeinsam zu erleben. Auswärtsfahrten in der Regionalbahn ins Nirgendwo machen unter Freunden einfach mehr Spaß.

Tipp und Glück – Tipprunden und Sportwetten

Die meisten Fußballfans und, vermutlich, die meisten Erwachsenen, wurden in ihrem Leben schon mit Tipprunden konfrontiert. Es dürfte wohl kaum eine Abteilung auf der Arbeit oder einen Freundeskreis geben, wo sich niemand aufhält, der vor einer WM oder der EM nicht mit einer hübschen Zettelwirtschaft aufwartet und jeden zum Tippspiel einlädt. Solche Varianten lassen sich auch im Vereins-Freundeskreis realisieren:

– Sportwetten – ob Toto oder echte Sportwetten – sie gehören zum Fußball irgendwie mit dazu. Mittlerweile ist es nicht nur einfach, die Wetten zu platzieren, online ist die Auswahl an Möglichkeiten auch riesig groß. Zu den reinen Ergebniswetten gibt es Sonderwetten, die ebenfalls Spaß machen. Dieser Wettanbieter Vergleich zeigt einige spannende Lösungen in dem Bereich.

Bundesligatippspiel – das ist einfach. Es wird nur der Spielplan benötigt, es werden Einsätze festgelegt und die Varianten des Tipps. Besonders simpel sind die typischen 1-0-2-Tipps, andere Varianten geben 0 Punkte für falsche Tipps, 1 Punkt bei der korrekten Tendenz (Sieg, Niederlage, Unentschieden getippt) und 3 Punkte, wenn das Ergebnis korrekt getippt wurde (2-1 getippt, Spiel geht 2-1 aus). Diese Tippspiele lassen sich im

Freundeskreis gut mit einer Saison-Abschlussparty vereinen, denn meist wird der Gewinn auch in die Party investiert.

– Fiktiver Fußball – bei diesem Tippspiel sucht sich jeder Teilnehmer einen Verein und bestückt ihn fiktiv mit den Spielern seiner Wahl. Spieler dürfen nur nicht doppelt vorkommen. Die Punkte im Tippspiel werden nun nicht direkt von den Ergebnissen berechnet, sondern durch die Leistungen dieser Spieler. Schießt Ronaldo ein Tor und erzielt Werner eine Vorlage, so würde derjenige, der beide Spieler im Team hat, dafür Punkte erhalten.

Eigentlich gehört das Tippen und Wetten fest zum Fußballfandasein mit dazu. Irgendwie tippt doch jeder morgens am Frühstückstisch das Spiel des eigenen Clubs, nicht wahr? Über Sportwetten und Tipprunden mit Einsatz lässt sich eventuell sogar noch ein kleiner Gewinn erzielen. Ein kleiner Tipp: Bei Sportwetten möglichst nie auf das Spiel des eigenen Clubs tippen.

Auch Fanclub-Arbeit kann sehr viel Spaß machen, um sich die Zeit zwischen den Spielen zu vertreiben. Bildquelle: @ Enrique Guzman Egas / Unsplash.com

Fazit – Fansein ist Leben

Man kann Hobbys haben oder man ist Fußballfan. Ein Fan eines speziellen Vereins lebt dieses Fanleben praktisch, selbst wenn er die Liebe nicht allzu offensichtlich zeigt. Echte Fans leiden, sie hoffen, sie fluchen, sie jubeln und ja, so manches Mal weinen sie auch. Diese Empfindungen sind noch schöner, wenn sie in Bildern nachgehalten werden, wenn sie mit anderen gemeinsam erlebt werden oder wenn sie durch Tipps hervorgehoben werden können. Nur zu, das Fandasein ist sicher kein Ausflug auf den rosaroten Ponyhof, doch wie heißt das unumstößliche Gesetz des Fanlebens? »Leidenschaft ist eine Eigenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.«

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